HÄUFIGE FRAGEN

1) Wie bereite ich mich auf Inner Dance vor?

 

Den TeilnehmerInnen wird angeraten, entspannt und ohne Hektik zur Session zu erscheinen. Falls sie bereits eine Entspannungsmethode praktizieren, sollten sie diese in den Tagen zuvor anwenden. Ansonsten könnten sie im Vorfeld täglich einige Minuten stille Meditation üben.

 

Eine Ernährungsweise, die auf tierische Eiweiße verzichtet, hilft ebenfalls besser in den Prozess einzusteigen. Nutzen sie den Tag der bewussten Trance für einen Fasten- oder Entlastungstag. Essen sie weniger als gewöhnlich, kombinieren sie die Mahlzeiten simpel basierend auf Gemüse und ein wenig Obst. Verzichten sie an diesem Tag auf viele Kohlenhydrate und Proteine.

 

Sorgen sie für sich selbst. Bringen sie eventuell ihr Lieblingskissen mit. Falls sie leicht frieren, bringen sie dicke Socken und die passende, bequeme Kleidung mit.

 

 

2) Ist Inner Dance gefährlich für mich? Kann ich hängen bleiben?

 

Nein. 

Ähnlich wie beim Yoga, bei dem Gurte zur Dehnung von Sehnenverkürzungen zur Anwendung kommen, hilft die Musik im Inner Dance lediglich Zustände zu induzieren, zu denen jedes Gehirn auch natürlicherweise im Stande ist.

 

Die Erweiterung des Bewusstseins in der bewussten Trance können im Moment und kurz danach eine sehr beeindruckende Wirkung haben. Jedoch kommen die TeilnehmerInnen im Anschluss an den Inner Dance langsam wieder in einen Alltagszustand zurück. Das einzige was zurück bleibt sind Erkenntnisse. 

Eine Verkennung der Wirklichkeit, die eine gewisse Gefährdung mit sich bringt, ist nicht bekannt.

 

 

3) Bin ich dadurch manipulierbar?

 

Prinzipiell ja. 

Jedoch basiert die Methode des Inner Dance auf Vertrauen in die Selbstheilungskräfte der TeilnehmerInnen. Dadurch sieht der Anleiter von einer persönlichen Führung und suggestiven Fragen ab. Er spricht lediglich in den Raum und adressiert an die Gruppe.

 

Beim Konsum von TV ist das Hirn in einem ähnlichen Zustand und damit manipulierbar. Dort sind die Konsumenten Meinungsbildung und Werbung ausgesetzt. Dieses Verhalten wird von der Gesellschaft als ungefährlich eingestuft. 

Von Inner Dance geht demnach ein geringeres Maß an Manipulation aus, als vom Fernsehen. Entscheiden muss jeder Einzelne.

 

 

4) Was wird mit mir passieren?

 

Jeder macht im Inner Dance ganz unterschiedliche Erfahrungen. Während die Einen eine tiefe Entspannung erleben, beginnt bei Anderen der Körper mit Zuckungen, Ameisenlaufen oder unwillkürlichen Bewegungen. Das ist ungefährlich und kein Grund zur Sorge.

 

Manche sehen Bilder und Farben, andere erleben Geschichten, Erinnerungen oder Gefühle. 

Es gibt auch TeilnehmerInnen, die sich tiefgreifend mit Einzelnen der Gruppe oder der Natur verbunden fühlen. 

Manche machen spirituelle Erfahrungen, andere haben plötzlich noch ungedachte Ideen oder Lösungen für persönliche Herausforderungen.

 

Eine Vorhersage über das Bevorstehende ist im Inner Dance schwer möglich, da die Seele wählt, zu welchen Erlebnisinhalten der Teilnehmer in diesem Moment in der Lage ist, zu verarbeiten. 

Da jedoch das Erlebnis aus Einem selbst heraus entsteht, kann man sich vertrauensvoll entspannen und hingeben, in das was entsteht.

 

 

5) Wie hilft es mir?

 

Durch körperliche Regungen oder Zuckungen werden physische Blockaden gelöst. Verkörperlichte Traumata und Spannungszustände können damit aufgeweicht werden.

 

Durch die veränderte Hirnnutzung, werden Ressourcen mobilisiert, die zuvor kaum genutzt wurden. Die erhöhte Kreativität und die gesteigerte Vernetzung des Gehirns helfen, mentale Blockaden zu lösen.

Das erweiterte Denken ermöglicht zudem, dass eine Ver-Störung einen Umlernprozess anstößt. Dadurch können neue Erklärungsmuster entstehen und einer konstruktiven Problemlösung dienlich sein.

 

Trancezustände verändern nicht nur formale Inhalte des Denkens, sondern auch die Biochemie des Gehirns und damit des gesamten Organismus. Durch die kurzweilige Änderung des Hormon- und Botenstoffhaushaltes können Zustände von starker Zufriedenheit bis hin zu Euphorie im Inner Dance entstehen. Hierin liegt sicherlich eine große Chance für den Personenkreis, der sich durch Gefühle von innerer Leere und emotionaler Abflachung auszeichnet.

 

 

6)  Wie erklärt Inner Dance Krankheit?

 

Der Großteil der Menschen nimmt Krankheit als etwas Unangenehmes wahr, das bekämpft werden muss. Auf dieser Einstellung fußt der Grossteil unseres Gesundheitssystems.

 

Jedoch ist es genau umgekehrt: die meisten Krankheiten zeigen uns, dass wir an einem Wendepunkt in unserer Lebens- oder Denkweise angelangt sind. 

Wenn wir die Zeichen richtig deuten, zwingt uns Krankheit nur zu einer Änderung. Dass unser Körper uns einen Hinweis gibt, kann somit als etwas Positives anerkannt werden.

 

Wenn wir den Körper als äusserlichen Ausdruck unserer Seele betrachten, wären bestimmte chronische und mentale „Krankheiten“ temporär. Hierfür brauchen wir uns lediglich ihren emotionalen und energetischen Hintergründen zu nähern. Dies würde auch bedeuten, dass Symptome durch Medikamente zu unterdrücken, den Heilungsprozess der Ursachen eher behindert. 

 

Vielmehr sollten die ursächlichen Vergiftungen und Überlastungen von Körper und Seele behandelt werden. 

Je besser der Einzelne seinen Körper, aber auch seine Seele kennt, desto leichter wird es ihm fallen, seine Selbstheilungskräfte zu nutzen und zu erweitern. 

Trance leistet hier einen Beitrag zu einer besseren Selbsterkenntnis, die durch reine Gesprächsführung sicherlich nur eingeschränkt möglich ist.

 

Schmerzvermeidungszyklus
Schmerzvermeidungszyklus

7) Verliere ich im Inner Dance die Kontrolle?

 

Ja und Nein. Und das ist gut so.Kontrolle über sich selbst und das Leben zu haben ist weit weniger realistisch als wir denken. Über das Meiste in unserem Leben haben wir keine Kontrolle.

Wir leben in einer Kontroll-Illusion und bemühen uns sehr, die Umwelt soweit zu unterwerfen, um diese Illusion aufrecht zu erhalten.

 

Ein Großteil der Menschen in der westlichen Welt hat Skepsis oder Angst vor Trancezuständen. Unsere bewussten oder unbewussten Glaubenssysteme schaffen den Nährboden hierfür.

Tatsächlich ist es umgekehrt:

Bewusste Trance schafft eine Voraussetzung, sich aus seiner alltäglichen Trance - unserem Autopiloten - kurzweilig zu lösen und Raum für neue Perspektiven zu eröffnen.

Die neu entdeckten Möglichkeiten bieten eine Basis der Entscheidungsfähigkeit, die den TeilnehmerInnen in ihrem Leben zuvor kaum zugänglich waren.

Deshalb kann man sagen, dass Trance mehr Kontrolle in das eigene Leben bringt; der Weg dahin jedoch im Aufgeben von Kontrolle liegt.

Auf sich und das Leben zu vertrauen und sich demütig in die momentane Erfahrung hinzugeben, ist der Schlüssel für eine gewinnbringende Inner Dance Erfahrung.