Hintergrund

In Trance zu sein ist einer der ältesten und am weitest verbreiteten Zustände, um Menschen von mentalen und körperlichen Beschwerden zu heilen. In vielen Kulturen wurde es genutzt, um Menschen zu einer höheren Weisheit zu befähigen.

Unabhängig wurde Trance überall auf der Erde in vielen unterschiedlichen Kulturen angewendet. Oft werden sie als Schamanismus bezeichnet. 

Lange fristeten Trance und Schamanismus in der modernen Welt ein Schattendasein und blieben unerforscht. Aktuell ändert sich das.

 

Die drei bekanntesten Wege in die Trance sind der körperliche, der akustische und der optische Weg. 

Durch repetitives, rhythmisches Trommeln beispielsweise gelingt es bereits Änderungen im Gehirn zu erzeugen. 

Durch Tanz, Schütteln und Hyperventilation können Trancezustände zudem gut herbeigeführt werden.

Unter den optischen Reizen sind das Beobachten von Wellen im Meer und reflektierendes Wasser bekannt. Manche Schamanen tragen auch Kopfschmuck mit Fransen, die ins Gesicht hängen, um den optischen Weg in die Trance zu finden.

 

Von den Sufi, über haitianischen und afrikanischen Voodo bis hin zum sibirischen Schamanismus und der Technobewegung der Neuzeit, finden sich unterschiedliche Arten immer in den gleichen Zustand zu gelangen - Trance.

 

Ethnologische Erkenntnisse zeigen, dass Trance im Großteil aller Kulturen dieser Welt genutzt wird und wurde, um religiöse oder therapeutische Fragen zu beantworten. 

In unserer Kultur, die sich nahezu ausschließlich auf wissenschaftliche Erkenntnisse stützt, geht Glauben, Religiosität und Spiritualität weitestgehend verloren. 

Dadurch entsteht ein Loch in der menschlichen Identität, da existenzielle Fragen unseres Daseins nicht mehr ausreichend beantwortet werden können. 

 

 

Trancezustände können helfen, diese inneren Leerstellen des Selbst wieder zu beleben.

Man kommt in Verbindung mit etwas, das größer ist, als das, was im Alltag wahrgenommen werden kann. 

 

 

Die Erkenntnisse, die der Einzelne hieraus ziehen kann, erweitert  das persönliche Repertoire, mit alltäglichen Herausforderungen umzugehen.

 


Quelle: Reinhard Grieger /PIXELIO.DE