TRANCE ALS HEILMETHODE

Psychische Überlastung zeigt sich häufig in einer Überreizung oder einer körperlichen bis hin zu mentalen Schwächung.

Methoden, Menschen körperlich wieder zu neuer Kraft zu verhelfen oder durch die Einleitung von Entspannungszuständen zu unterstützen, sind grundlegend für eine Verbesserung ihres Zustandes. 

 

Neben dem Körper und seiner Organe, kann die zu einseitige Nutzung des Gehirns, Menschen aus der Balance bringen.

Die linke Hirnhälfte hilft dabei logisch und analytisch die Welt zu erfassen und zu bewältigen. Dadurch unterdrücken wir jedoch Potentiale unserer rechten Hirnhälfte. 

 

Kreativität wird in unserer Kultur zwar gerne gesehen, jedoch werden damit einhergehende chaotische oder irrationale Zustände als beängstigend betrachtet und unterdrückt.

Dadurch beschneiden sich die Menschen, in Bereiche hinter ihrem Ego zu gelangen und darin versteckte Konflikte auszugleichen. 

 

Diese zeigen sich dann häufig auf körperlicher Ebene, in unerklärlichen Gefühlszuständen oder dem ungewollten ständigen Wiederholen von schmerzhaften Lebensthemen.

 

Trancezustände in der Therapie sind in Deutschland bislang in der Regel an eine außenstehende Person geknüpft, die die Trance einleitet und via Fragen versucht, den Teilnehmer auf seinem Weg zu führen. Am bekanntesten sind die Hypnotherapie oder auch die Rückführungstherapie.

Risiken und negative Auswirkungen von Hypnose sind allseits bekannt und haben dafür gesorgt, dass Trancezustände keinen hohen Stellenwert mehr in der Therapie einnahmen.

 

Daher ist es umso wichtiger einen Kontext zu schaffen, der die schwerwiegenden Risiken von Suggestivfragen und anderen Störungen im Prozess verhindert. Strukturiertes Leiten und Fragen durch eine außenstehende Person sind nicht nötig für die heilende Wirkung von Trance.

 

Bewusste Trance schafft einen Zustand, in dem Menschen ihre unbewussten Geschichten selbstständig erkennen können. Dies gibt Raum für eine erweiterte Wahrnehmung ihrer Selbst und der Umwelt. 

 

Techniken einer therapeutischen Trance, die den TeilnehmerInnen ohne Risiken einen Raum zur Selbstheilung eröffnen sind daher besonders gut geeignet.

Den TeilnehmerInnen die persönliche Kontrolle über den Prozess zu überlassen, ihnen die Möglichkeit zu geben ohne verbale Führung den Weg in ihr Unterbewusstsein eigenständig zu gehen und zu erleben, sollten die Basis für therapeutische Trance sein.

 

Das Netzwerk der Personen, die Musik für die therapeutische Trance nutzen, vertrauen auf die Selbstheilungskräfte der TeilnehmerInnen. 

Zumeist wird die bewusste Trance in Gruppen induziert. Die Anleiter sehen davon ab, die Kontrolle über die Prozesse der Einzelnen auszuüben, sondern stellen vielmehr nur den heilenden Rahmen.

Suggestive Eingriffe sind dadurch kaum möglich und zudem wird auch ein Gruppengefühl unterstützt. Die TeilnehmerInnen bekommen Eigenständigkeit und Kontrolle für ihren Prozess, ohne sich in eine Abhängigkeit zum Therapeuten zu begeben. 

Das stärkt nicht nur das Vertrauen in die Trance, sondern auch auf sich selbst. 

 

Das Vertrauen eigene Potentiale zurück zu gewinnen, schafft die Basis für eine Stärkung der Selbstheilungskräfte.

 

Bild: Pi Villaraza bei der Durchführung einer Live-Demonstration.